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Kreuzweg Simon von Cyrene , Durchkreuzt-Durchlitten-Durchbrochen-Durchlebt

 

Die Geistlichkeit wartet mit der Monstranz der Kreuzreliquie und den beiden Lichtträgern bis alle Teilnehmer angekommen sind

Der von Dr. Bernhard Mucha verfasste und vorgetragene Text, " ein Text mit aktuellen Bezügen und das war gut so" kommentierte im Anschluss des Kreuzwegs der Abt des Klosters Heiligenkreuz , Prälat Maximilian Heim den Inhalt der religiösen Feier, war eine Botschaft der Liebe. Der Inhalt "Kreuzweg Simon von Cyrene , Durchkreuzt-Durchlitten-Durchbrochen-Durchlebt" ist für Menschen mit Behinderung geschrieben. Er fand bereits zum vierten Mal im Innenhof des Stiftes Heiligenkreuz statt. Die 15 Bildtafeln in Originalgröße -Fotografien des berühmten Barockkreuzwegs des Stiftes von Giovanni Giuliani- werden von den Männer der Katholischen Männerbewegung Heiligenkreuz an den Säulen der Arkaden befestigt und ermöglichenso den Teilnehmern mit Gehhilfen und Rollwagen einen ebenen Zugang zu den einzelnen Stationen. Für Hörbehinderte wurden die Texte in Gebärdensprache übersetzt. Über 100 Gläubige, viele davon wurden vom Malteser Hilfsdienst begleitet, feierten die Andacht mit. Nach der zwölften Station "Tod Christie" wurde von der Malteserschwester Michaela ein Meditationslied vorgetragen und so Raum für eine eigene Reflexion gegeben. Die teilnehmende Geistlichkeit, Prälat Abt Maximilian, Prior Pater Simeon und Pater Severin begleiteten den Kreuzweg mit der Monstranz der Kreuzreliquie. Mit dieser Kreuzreliquie wurde im Anschluss an die Feier der Segen gespendet. Das herrliche Frühlingswetter und die anschließende Agape rundeten die Veranstaltung harmonisch ab. "Ihr habt da was sehr schönes gemacht" sagte Bischof Werner, der den Kreuzweg mitfeierte, während der Agape zu den Heiligenkreuzer KMB Männern.


Ein Bericht samt Fotos von Dr. Franz Vock:

Berührt – beeindruckt – den Tränen nahe
4. barrierefreier „Simon von Cyrene" Kreuzweg von AMG-Akademie & KMB im Stift Heiligenkreuz

„Manche waren den Tränen nahe", derart „berührt" und „beeindruckt" war ein Dutzend Gehörloser von der Gestaltung des vierten barrierefreien „Simon von Cyrene" Kreuzwegs bei ihrer erstmaligen Teilnahme, berichtete Maria Schwendenwein, die Leiterin der Gehörlosenseelsorge der Erzdiözese Wien, zu dem die AMG Akademie (Actio Missionis Gaudio, eine KMB Gründung, www.amg-akademie.at ) in Kooperation mit dem Stift, der Gemeinde, Pfarre und KMB Heiligenkreuz am 18. März 2016 in das Stift Heiligenkreuz eingeladen hatte.

So viele wie nie
Gut 100 Personen – „so viele wie nie" – waren zu dem barrierefreien „Simon von Cyrene" Kreuzweg gekommen, freute sich der Pfarrer von Heiligenkreuz und Prior des Stiftes, P. Simeon Wester über die vielen BesucherInnen. Abt Maximilian Heim, Altabt Gregor Henkel-Donnersmark und eine Anzahl weiterer Mönche, Altbischof Christian Werner, der Bürgermeister von Heiligenkreuz Franz Winter mit seiner Gattin, der Gehörlosenseelsorger der ED Wien, P. Alfred Zainzinger, und eine beachtliche BesucherInnen-Schar aus den verschiedenen Orten des Industrieviertels und der Stadt Wien waren am „Schmerzhaften Freitag" um 15.00 Uhr bei frühlingshaftem Wetter in den Innenhof von Stift Heiligenkreuz gekommen.

Abt Maximilian trug die dem Kloster 1188 vom Babenbergerherzog Leopold dem V. geschenkte Kreuzreliquie für die RollstuhlfahrerInnen, Gehbehinderte und alle anderen abwechselnd mit anderen Mönchen von Station zu Station sichtbar vor sich. Die bewegten Männer der Katholischen Männerbewegung (KMB) Heiligenkreuz hatten dafür einen der schönsten Kreuzwege Österreichs, den unter der künstlerischen Leitung des berühmten Barockbildhauers Giovanni Giuliani (1664-1744) geschaffene Kreuzweg in Heiligenkreuz fotografiert, digital auf Tafeln aufgezogen und an den Arkadenpfeilern des Innenhofes angebracht.

Die gegenseitige Rücksichtnahme ist sofort aufgefallen
Der Biedermannsdorfer Pfarrer und Verfasser des Textheftes, Bernhard Mucha, betete als Vorsteher der Feier mit Herz, Engagement und aktuellen Bezügen bei der jeweiligen Kreuzwegstation im Dialog mit den TeilnehmerInnen. Dabei wurden konkrete Lebenssituationen, Erfahrungen und Schicksalsschläge, von Annehmen einer schrecklichen Nachricht, über Schuld und Barmherzigkeit, bis mit den eigenen Grenzen leben lernen angesprochen. Das Singen bekannter Lieder bot eine Sickerpause für die Impulse, eröffnete aber auch neue Facetten beim Schreiten über das Gras oder den geschotterten Boden.

Für viele war auch das zur 12. Station von P. Ephraim und einer Gesangspartnerin gesungene Lied sehr „berührend". Bei der 15. Station der Auferstehung dankte Abt Maximilian den BesucherInnen, Maltesern, Ordnerdiensten der KMB und Organisatoren der AMG-Akademie herzlich für die Feier und erteilte allen mit der Monstranz den Segen. Und Prior Wester lud anschließend zur Beichtgelegenheit oder zur Begegnung und dem Einzelsegen mit der herausgenommenen Kreuzreliquie.

„Die gegenseitige Rücksichtnahme", die es zwischen den verschiedenen TeilnehmerInnen-Gruppen wie z. B. zwischen den RollstuhlfahrerInnen und den sie begleitenden Maltesern einerseits und den Gehörlosen andererseits gab, „ist sofort aufgefallen", sagte Schwendenwein; „Den Leuten hat es gefallen", sie haben sich „wohlgefühlt" - auch bei der anschließenden Agape im Stiftsgasthof, fasste sie zusammen. Nach einem regen Gedankenaustausch und viel gegenseitiger Ermutigung gab es am Ende viele frohe Gesichter und eine große Dankbarkeit.

Viele Teilnehmer beim Barrierefreien Kreuzweg im Klosterhof Heiligenkreuz

 

Die Gruppe der Gehörlosen

 Abt Maximilian mit seinem Mitbruder

Maria Schwendenwein, die Leiterin der Gehörlosenseelsorge der Erzdiözese Wien, dolmetscht in der Gebärdensprache für ein Dutzend Gehörlose beim 4. barrierefreien Simon von Cyrene Kreuzweg der AMG-Akademie im Stift Heiligenkreuz. Die RollstuhlfahrerInnen beten und singen.

Nach der zwölften Station "Tod Christie" wurde von der Malteserschwester Michaela ein Meditationslied vorgetragen und so Raum für eine eigene Reflexion gegeben

Bei der Agape ...